Ist eine Kur ohne Kind schwerer zu bekommen?
Nein. Der Anspruch hängt an deiner gesundheitlichen Situation, nicht daran, ob ein Kind mitfährt.
Für Mütter
Wenn deine Kinder zu Hause gut versorgt sind, kannst du auch allein fahren. Für viele ist genau das die eigentliche Erholung.
Rechtlich ist es dieselbe stationäre Vorsorgemaßnahme. Der Unterschied ist, dass deine Kinder zu Hause bleiben, weil sie dort gut versorgt sind oder alt genug sind.
Praktisch ist der Unterschied größer, als er klingt. In einer Mutter-Kind-Kur bist du weiterhin Mutter, mit Weckzeiten, Mahlzeiten und Absprachen. In einer Mütterkur bist du drei Wochen lang für niemanden zuständig. Für Frauen, die seit Jahren durchorganisieren, ist das der eigentliche Bruch mit dem Alltag.
Das eine ist nicht besser als das andere. Es kommt darauf an, was dich erschöpft.
Die Voraussetzungen sind dieselben: eine gesundheitliche Belastung, die ambulante Angebote am Wohnort nicht mehr auffangen. Das Einkommen spielt keine Rolle. Die Maßnahme dauert drei Wochen, eine Wiederholung ist in der Regel alle vier Jahre möglich.
Auch der Weg ist derselbe: Erstgespräch, Unterlagen, ärztliches Attest, Klinikauswahl, Antrag bei deiner Krankenkasse. Nur die Frage, wer in der Zeit die Kinder versorgt, klären wir zusätzlich, weil die Kasse das nicht regelt und du es vorher wissen willst.
Die Maßnahme selbst trägt deine Krankenkasse. Unterkunft, Verpflegung, ärztliche Betreuung und Anwendungen sind darin enthalten.
Für Erwachsene fällt ein Eigenanteil an: 10 Euro pro Tag, dazu je 5 Euro für Hin- und Rückfahrt. Bei drei Wochen sind das zusammen 220 Euro. Wer von der Zuzahlung befreit ist oder die Belastungsgrenze erreicht hat, zahlt auch das nicht.
Achtung, es wird teurer. Ab dem 1. Januar 2027 steigt der Tagessatz auf 15 Euro, der Eigenanteil liegt dann bei 325 Euro. Maßgeblich ist, wann du die Maßnahme antrittst, nicht wann du sie beantragst.
Die Fahrt zur Klinik trägt deine Kasse weitgehend mit, dafür fällt eine kleine Zuzahlung pro Person und Fahrt an. Selbst zahlst du den Gepäckversand und persönliche Ausgaben vor Ort. Meine Begleitung kostet 75 Euro für eine Kur und 100 Euro für eine Reha, für den kompletten Antragsweg.
Diese Angaben gelten für gesetzlich Versicherte. Für Beamtinnen, Beamte und Privatversicherte läuft es grundlegend anders: Dort gibt es keine Zuzahlung, dafür streckst du die Klinikrechnung vor und holst dir das Geld von Beihilfe und Versicherung zurück. Alles dazu steht auf der Seite Beihilfe und private Versicherung.
Nein. Der Anspruch hängt an deiner gesundheitlichen Situation, nicht daran, ob ein Kind mitfährt.
Das musst du selbst organisieren, etwa über den anderen Elternteil, Großeltern oder das Umfeld. Wir sprechen im Erstgespräch darüber, damit die Frage geklärt ist, bevor der Antrag rausgeht.
Ja, wenn die Betreuung zu Hause sichergestellt ist. Ob das für euch die bessere Lösung ist als eine gemeinsame Maßnahme, schauen wir uns an.
Von Anfang an gut begleitet
Such dir einen Termin aus, der in deinen Tag passt. Das Erstgespräch dauert 30 Minuten, läuft am Telefon oder online und kostet nichts.